Rheumatoide Arthritis
Weitere Optionen
Die **Rheumatoide Arthritis** (auch Chronische Polyarthritis genannt) ist die häufigste entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung, die durch eine chronische, symmetrische und destruierende Entzündung der Synovialmembran vor allem der kleinen Finger- und Zehengelenke charakterisiert ist. Die Pathogenese wird durch eine Fehlregulation von T- und B-Lymphozyten getrieben, was unbehandelt zur Zerstörung von Gelenkknorpel und Knochen (Erosionen) sowie zu Gelenkdeformitäten führt. Neben den typischen Symptomen wie morgendlicher Gelenksteifigkeit und schmerzhaften Schwellungen können auch extraartikuläre Manifestationen (z. B. Rheumaknoten, Vaskulitis oder Pleuritis) auftreten. Diagnostische Pfeiler sind der Nachweis von Rheumafaktoren und Antikörpern gegen zyklische citrullinierte Peptide (Anti-CCP-AK). Die moderne Therapie basiert auf dem frühzeitigen Einsatz von krankheitsmodifizierenden Medikamenten (DMARDs) wie Methotrexat und Biologika.