Basalganglien
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Die **Basalganglien** (strikter: Basalkerne) sind eine topographisch und funktionell zusammengehörige Gruppe tiefer subkortikaler Kerngebiete der grauen Substanz im Telencephalon und angrenzenden Hirnabschnitten. Im engeren neuroanatomischen Sinne umfassen sie den Nucleus caudatus (Schweifkern), das Putamen (Schalenkern) und den Globus pallidus (Bleicheskern / Pallidum). Funktionell werden auch der Nucleus subthalamicus (Diencephalon) und die Substantia nigra (Mesencephalon) hinzugerechnet. Die Basalganglien bilden komplexe, polysynaptische kortiko-subkortikale Regelschleifen. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Modulation, Selektion und Feineinstellung motorischer Programme (Steuerung von Bewegungsausmaß und -geschwindigkeit) sowie in kognitiven und limbischen Prozessen. Fehlfunktionen führen zu Bewegungsstörungen wie dem Morbus Parkinson oder der Chorea Huntington.