Multiple Sklerose
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Die **Multiple Sklerose** (MS, Encephalomyelitis disseminata) ist eine chronisch-entzündliche, demyelinisierende Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems, bei der es zu einer T-Zell-vermittelten Zerstörung der Myelinscheiden im Gehirn und Rückenmark kommt. Charakteristisch ist die zeitliche und räumliche Dissemination der entzündlichen Läsionen, die klinisch meist schubförmig, seltener primär chronisch-progredient verläuft. Die Symptomatik reicht von Sehstörungen (Neuritis nervi optici) über Sensibilitätsstörungen und Paresen bis hin zu Ataxien. Diagnostisch wegweisend sind oligoklonale Banden im Liquor sowie der Nachweis von Entmarkungsherden im MRT. Die Therapie ruht auf drei Säulen: Schubtherapie (hochdosierte Glukokortikoide), verlaufsmodifizierende Immunmodulation (z. B. Interferone, monoklonale Antikörper) und symptomatische Therapie.