Hashimoto-Thyreoiditis
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Die **Hashimoto-Thyreoiditis** (chronische lymphozytäre Thyreoiditis) ist die häufigste Ursache einer primären Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und zählt zu den organspezifischen Autoimmunerkrankungen. Pathophysiologisch führt eine chronische Infiltration des Schilddrüsengewebes durch Lymphozyten zu einer progredienten, schmerzlosen Zerstörung des Organs. Im Initialstadium kann es durch die Freisetzung gespeicherter Hormone zu einer passageren Überfunktion (Hashitoxikose) kommen, langfristig resultiert jedoch immer eine Unterfunktion. Diagnostische Marker sind ein erhöhtes TSH, ein sonographisch echoarmes, inhomogenes Schilddrüsengewebe sowie der Nachweis von Autoantikörpern gegen thyreoidale Peroxidase (TPO-AK) und Thyreoglobulin (Tg-AK). Die Therapie besteht in der Substitution von L-Thyroxin.